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13.09.2017, 22:12

Video Rendering - CPU schneller als GPU

Ich experimentiere seit Wochen mit dem rendern von Videomaterial herum. Nun stellt sich mir die Frage, warum meine Uralt-CPU schneller rendert, als wenn ich meine neue GTX 1060 (6GB) dafür hernehme. Egal ob Sony Movie Studio oder Premier Pro, alle rendern mit der CPU viel schneller.

Ich rendere in 1080p - 60FPS - MP4 (ohne zusätzl. Effekte) - Also ich konvertiere sozusagen einfach das Rohmaterial von AVI zu MP4

Als Beispiel:

Ein Videoclip hat eine Spielzeit von ca. 20 Minuten -> Die CPU braucht dafür 40min bis 1 Stunde -> Die GPU hingegen benötigt dafür mindestens 2 Stunden und mehr (2 - 5 Stunden) - da kann doch irgendwas nicht richtig sein.

Mein System:

Intel Core2Duo Extreme QX9650 (QuadCore 3GHz mit 12MB Cache)
Asus P5Q Pro Mainboard
Kingston HyperX 8GB DDR2 (1066MHz)
Asus GTX 1060 6GB OC ROG Strix
Asus D2 Soundkarte

Rohmaterial liegt auf einer Western Digital Blue HDD
Ziel des gerenderten Objekts ist eine Samsung 830 SSD

Und nein, dass kann sicher nicht an PCIe 2.1 zu 3.0 liegen, da hier der Geschwindigkeitsverlust gerade mal bei 3% liegt (also unspürbar - Spiele kann ich auch in höchsten Einstellungen ruckelfrei spielen).

Grafikkartentreiber sind stehts aktuell - Grafikkarte wird von den Videoprogrammen fehlerfrei erkannt (CUDA wird akzeptiert)

Vielleicht hat hier jemand Tipps?


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14.09.2017, 00:04

Hmm... bei mir es mit und ohne GPU etwa gleich schnell
* GTX 1080
* Core i7 7700K
* 64 GB RAM
* Adobe Media Encoder
Testmaterial ist ein Standard-Vlog mit Lumetrie-Effekten (die sind besonders CPU intensiv) nach H.264.

Warum gehst Du davon aus, dass es mit der GPU schneller gehen sollte? Zumindest im Adobe Media Encoder werden meines Wissens nur einige weniger Effekte auf der GPU gerechnet.

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14.09.2017, 00:07

Ich "gehe" davon aus, weil sie überall im Internet schreiben, dass das Rendering mit GPU schneller gehen sollte, als mit CPU. ^^


FeelFree675

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14.09.2017, 14:22

Die Hauptarbeit beim Encoden in Videoschnittprogrammen wird soweit mir bekannt ist nach wie vor von der CPU übernommen, in allen mir bekannten Programmen. Ein Upgrade der CPU bringt daher meist mehr als ein Upgrade der Grafikkarte, vorausgesetzt es ist nicht die Grafikkarte die den Flaschenhals in deinem System bildet. Liegt daran, daß die Grafikkarte nur ganz bestimmte Rechenoperationen und einen begrenzten Befehlssatz unterstützt und sich das Auslagern des Videoencodings auf die Grafikkarte daher sehr aufwendig und schwierig gestaltet. Die meisten Programme hinken daher leider noch sehr hinterher was die Unterstützung der Grafikkarte für Hardwarebeschleunigung betrifft, zudem sind die hierfür geschaffenen Schnittstellen CUDA und OpenCL veraltet und können daher die Performancemöglichkeiten aktueller Grafikkarten kaum auszuschöpfen.

Hinzu kommt, daß die 1060er eine Einstiegsgrafikkarte ist, die teils langsamer noch ist als die alten Grafikkarten der alten Grafikkartengenerationen. Für Spiele auf mittleren Details derzeit absolut ausreichend, aber in Grafikanwendungen und Videoencoding kommt es auf andere Dinge an als auf FPS in irgendwelchen Shootern.

Vergleich mal die Daten von Mesonix's 1080er und deiner 1060er:

1080er / 1060er
NVIDIA CUDA® Cores: 2560 / 1280
Speichergeschwindigkeit: 10 Gbit/s / 8.0 Gbit/s
Speicherbandbreite: 256-bit / 192-bit
Speicherbandbreite (GB/s): 320 / 192

Ich würde vermuten er hat fast das doppelte an Leistung durch seine Grafikkarte bei der Hardwarebeschleunigung in Videoschnittprogrammen. Und ja die Hardwarebschleunigung durch die Grafikkarte ist meist schneller als die Beschleunigung durch CPU, weil die CPU noch viel mehr Aufgaben erledigen muß, als nur dein Video zu bearbeiten, aber wie gesagt, die Grafikkarte hat meist nur eine "Hilfsfunktion".

Bei dir vermute ich stark die CPU die dich ausbremst. Der Core2Duo ist eine CPU die heute in der Regel für so Home Office PCs und Laptops genutzt wird. Ihr fehlt die Leistung moderner Prozessoren, aber darauf kommt es in Grafik/Videoanwendungen an. Bei Grafik/Video/CAD kann eine CPU nicht schnell genug sein. Möglichst viel MHz, möglichst viele Kerne, am besten noch mit Hyperthreading für die doppelte Anzahl virtueller Kerne.

Solltest du dir überlegen eine neue CPU zu kaufen, sollte es derzeit noch am besten eine Intel CPU sein (also i5 oder besser noch i7). Es sollte aber auf jeden Fall von der neusten Generation sein, denn bei Intel haben diese noch mal spezielle Befehlssätze für Videounterstützung erhalten. Leider weiß ich nicht mehr ab welcher Generation, aber der Leistungsschub ist deutlich, verglichen zu den CPUs der alten Generationen.

Ach und noch ein Edit:
Wie Mesonix schon schrieb bei Premiere solltest du nur die Effekte verwenden, die für Hardwareunterstützung optimiert sind, dies erkennst du am entsprechenden Symbol neben dem Effekt.
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Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »FeelFree675« (14.09.2017, 15:21)


FeelFree675

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14.09.2017, 22:32

Ich muß meinen eigenen Beitrag nochmal ein wenig relativieren, denn ich will jetzt nicht, dass du einfach los rennst und dir eine neue CPU kaufst und es damit vielleicht auch nicht richtig rund läuft, weil du noch ein uraltes Mainboard verwendest, oder irgend was in der Richtung. Ein System ist natürlich immer als Gesamtes zu betrachten und irgend eine Komponente wird immer das Limit der Leistung und somit den Flaschenhals bilden, ich denke aber nach wie vor nicht, daß deine Grafikkarte ursächlich dafür ist, daß du so Leistungseinbußen hast, wenn du die GPU Beschleunigung aktivierst. Die GPU Beschleunigung soll dir ja eigentlich durch Auslagerung von Berechnungen einen Boost verschaffen und nicht das ganze verlangsamen.

Als Referenz kannst du dir auch diesen Test hier anschauen, bei dem TitanX, GTX1080, GTX1070, GTX1060 und GTX980Ti in Premiere Pro leistungstechnisch gegenübergestellt werden:
https://www.pugetsystems.com/labs/articl…1080p-SingleGPU

Wie du siehst, ist zumindest für den Export von 1080p Ausgangsmaterial nach 1080p die GTX1060 fast gleich auf mit allen anderen Modellen. Daher sollte die Grafikkarte selbst für deinen speziellen Fall also nicht das Problem darstellen. Ihr Limit zeigt die Grafikkarte dann im Vergleich zu den anderen Grafikkarten erst ab 4K Ausgangsmaterial, aber das verwendest du ja nicht.

Wenn es aber zu lange dauert die zu bearbeitenden Daten von der CPU an die Grafikkarte zu übertragen, vielleicht auch schon bei 1080p Material, dann kann es ein Hindernis sein, wenn deine Grafikkarte diese Aufgabe übernehmen soll. Daher vermute ich eben CPU, bzw. damit einhergehen meist auch Mainboard/Bus, Speicher etc. Kauft man eine neue CPU führt man ja in der Regel auch ein Upgrade von Mainboard und Speicher durch, weil es hängt ja eben alles miteinander zusammen und soll ja optimal miteinander funktionieren. Ich hoffe das ich mich hiermit nochmal ein wenig deutlicher ausdrücken konnte.

Naja keine Ahnung, ich hoffe es hilft dir zu verstehen, warum deine Grafikkarte vermeintlich so abkackt bei der Hardwarebeschleunigung, vielleicht kann sie selbst ja gar nichts dafür, sondern wird selbst ausgebremst. Es sind aber nur Vermutungen meierseits, ich lasse mich gerne auch von anderen Meinungen überzeugen. :D
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17.09.2017, 22:53

Sorry für die verspätete Antwort, lag wegen Verkehrsunfall im Krankenhaus.

Gut, das heißt, ich werde in den kommenden Monaten mal mein System upgraden. Prozzi, Mainboard und mehr Ram dürften genügen. Gibt es denn noch aktuelle Mainboards mit einem alten PCI Steckplatz (wenigstens nur einen einzigen)? Möchte ungern meine gute Soundkarte weggeben müssen.