Erste Übungsstunde gehabt, aber...

  • Hallo Leute. Ich habe gestern meine erste Übungsstunde mit dem Motorrad in der Fahrschule für die Klasse A gehabt. Dazu gesagt, ich habe kein Vorbesitz. Zunächst wurde das Motorrad erklärt und dann haben wir auf dem Übungsplatz das Anfahren und kurz das Kurven fahren geübt. Ist das zu wenig für die erste Stunde oder völlig in Ordnung?


    Während der Übungsstunde wurden wir ständig durch LKWs unterbrochen, die dort in ein Gelände ein und ausgefahren sind. Das fand ich natürlich nicht so prickelnd, dass die Fahrschule hier keinen besseren Übungsplatz hat.


    Momentan fühle ich mich ehrlich gesagt noch nicht so sicher auf der Straße zu fahren. Wie war das bei euch? Habt ihr mehrere Stunden auf dem Übungsplatz gebraucht?


    Ich freue mich auf eure Antworten. LG.

  • Bin auch einer von den Später-Entschlossenen mit dem A-Führerschein und bei mir war es ähnlich. Auf die Frage meines Fahrlehrers bei der ersten Stunde, ob ich Mofa oder Roller gefahren bin antwortete ich: "Ich kann Fahrrad fahren :rofl: "
    Also begann er auch komplett von null bei mir. Dann ging es auch ans Anfahren üben. Nur hier hatten wir den Vorteil, das mein Fahrlehrer die Garage für die Fahrzeuge mit 2 Rädern in einem Gewerbegebiet hat, das direkt in der Nähe von Asphaltierten Feldwegen war und wir auf den Feldwegen ziemlich ungestört üben konnten. Nun das ist halt der Vorteil, wenn man nicht in der Großstadt lebt.
    Die 2. Fahrstunde war dann auch schon etwas spannender und es ging auf die Landstraße.
    Und da man als kompletter Motorradneuling eigentlich nichts auf eine offene BMW R1200R verloren hat und ich keine Ahnung hatte wie mächtig son Boxer-Motor ist war ich die ganze Fahrschulzeit echt vorsichtig am Gashebel.

  • Ja, ich habe die erste Stunde auf einer gedrosselten YZF 600 gehabt, aber am Mittwoch geht's dann auch auf die offene GSR 600, eben weil ich auf ihr dann auch die Prüfung machen muss. Generell finde ich jedoch die beiden Motorräder von ihrer Bauart fast falsch von der Fahrschule gewählt, da sie eher sportlich sind.


    Aber da bin ich schonmal etwas beruhigt, dass ich nicht der Einzige bin, der das durchmacht. Ein bisschen Erfahrung habe ich schon durch einen Simson SR50 Roller mit Schaltung, aber so ein Motorrad ist schon eine Nummer für sich.

  • Ist eigentlich normal für ne erste Fahrstunde, wenn du dich noch net auf die Straße traust dann sprech das ruhig an.
    Es ist keine Schade, Sicherheit geht vor!


    Kann mich noch gut an die erste Praxisstunde erinnern beim 50er Schein:


    Fahrlehrer: Okay, was und wie oft bist du bisher so schwarz gefahren?
    Ich: Roller, Simson, meine Kreidler und Ducati 996 vom Onkel :D
    Fahrlehrer: OKay, dann mal ran an Bock, dir brauch ich wohl nix mehr erklären! :pillepalle:



    Mit diesen Worten gings dann auf die Landstraße.
    Nach der Stunde meinte er nur: Bist wohl schon recht oft gefahren.
    Hab nur blöde gegrinst :rofl:
    Hat auch Vorteile am Land zu wohnen.



  • Ich hab mit 18 den A gemacht (B Schein erst mit 23) und keinerlei motorisierte Erfahrung gehabt.
    Die erste Doppelstunde hab ich auch aufn Übungsplatz verbracht und Blut und Wasser geschwitzt.
    Der Hammer war das ich dann schon (am Ende der Doppelstunde) über die Landstraße zur Fahrschule zurückgefahren "musste".
    Ich bin das ganze Stück, soweit ich mich erinnern kann, im zweiten Gang mit 60 dahingegurkt da ich allein schon mit der Bedienung hart überfordert war XD.

  • Wir sind ja auch bei Null eingestiegen... erst als Sozius zum kleinen Parkplatz gefahren (wo der Fahrlehrer gleich mal im Kreisverkehr auf Rastenschleifen ging hahaha), Maschine und Handhabung erklärt, Anfahren geübt und später dann im 1.Gang bissl im Standgas im Kreis um ne Baumgruppe gefahren. Da war auch Schwupps die 1. Stunde vorbei...


    Auf der Straße bin ich erst in der Stunde 3 oder 4 gefahren, da der Fahrlehrer das erst macht, wenn er meint, dass der Schüler die Karre grundlegend im Griff hat und auch die Grundübungen schon soweit beherrscht. Dann allerdings ging es recht fix...

  • Ich bin damals sofort auf die Straße, kurz Motorrad erklärt und los ging es :D Aber bin mit meiner Enduro immer im Wald gefahren, daher war anfahren, schalten etc. kein Problem mehr für mich :) Muss jeder selbst für sich wissen, wann er sich sicher genug fühlt. Mit einer 1000er würde ich an deiner Stelle auch nochmal eine Übungsstunde auf dem Platz machen und vielleicht fragen, ob man nicht ein geeigneteres Gelände findet, da das mit den LKWs von deiner bezahlten Stunde abgeht. Wenn nicht: Verlängerungszeit hehe ;)

  • dass der Schüler die Karre grundlegend im Griff hat und auch die Grundübungen schon soweit beherrscht


    Genau so war es bei mir auch. Gerdeaus fahren ist kein Problem. Aber es könnte ja sein, dass du nach den ersten 100 Metern im Verkehr schon in eine Situation kommst, wo du voll bremsen und drücken-ausweichen machen musst. Deswegen heißt es erstmal Übungsplatz...


    BTW: So luschig lief das bei mir natürlich nicht. In der zweiten Stunde bin ich direkt mal ordentlich Schräglage gefahren.... Ähem... 90°. ;(

  • Lustig war, als wir auf dem Übungs-Platz waren, fuhr noch ein anderes Fahrlehrer / Schüler - Duet auf das Gelände und mein Fahrlehrer guckte nur und sagte, dass der Fahrlehrer ein Idiot ist, weil man (aus seiner Sicht) sofort erkennt, dass der Fahrschüler noch komplett unsicher auf der Maschine war. So würde er nie einen seiner Schützlinge auf die Straße lassen. :thumbup:

  • Eure Erfahrungen und Berichte widerspiegeln sich so mit dem, was ich gerade erlebe.


    Heute hatte ich die 2. Fahrstunde und erstmals auf der offenen Maschine (Suzuki GSR 750) mit 107PS xD


    Also irgendwie fand ich die Maschine viel leichter zu lernen, als die Gedrosselte (Yamaha YZF 600) bei der ersten Fahrstunde. Bei der Gedrosselten musste man den Gasgriff erstmal fast 2 Fingerbreit umdrehen, bis da mal etwas kam. Irgendwie kam sie mir auch vom Gewicht her schwerer vor, als die Offene, wobei der Fahrlehrer meinte, dass die gleich schwer sind. Vielleicht liegt es einfach an der Bauform?


    Jedenfalls fand ich den Tag heute viel entspannter, als die erste Fahrstunde, eben weil ich mich dieses Mal auch viel wohler auf dem Motorrad fühlte. Es gab keine Abwürger des Motors, auch mit der Balance hat das soweit geklappt. Schrittgeschwindigkeit fahren war kein Problem, das Bremsen vorne wie hinten (+Vollbremsungen) funktionierte einwandfrei und auch die Kurven gingen viel einfacher von der Hand (wobei ich hier noch etwas auf die Blickrichtung achten muss). Also um es auf einen Punkt zu bringen -> Heute hat es richtig Spaß gemacht, auch wenn ich in meiner Lederkombi gegen Ende fast gekocht habe ^^

  • Hallo.


    Die Bauform entscheidet über den Schwerpunkt. Je nach deiner Statur ist die eine leichter zu bewegen im Vergleich zur anderen.
    Und das Leistungsgewicht spielt eine große Rolle. Die Gedrosselte verhält sich "träger" wie die Offene... Hauptsache ist das du dich auf dem Bike wohl fühlst!
    Immer schön langsam angehen lassen und verlass dich auf dein eigenes Gefühl... Dann wird das alles gut gehen!
    Ich wünsche dir viele erfolgreiche Stunden auf 2 Rädern!


    In diesem Sinne!


    Nericon